Die Prxis mit Kopf




























MARKT15
Die Prxis mit Kopf
Bauen mit Kopf - Mehr Produktivität am Bau
An erster Stelle steht der Kunde. Wenn wir ihm mit unserer Leistung wirklich einen sichtbaren, auch geldwerten Vorteil bieten wollen, dann müssen die entsprechende Befähigung der Mitarbeiter und die Entwicklung ihrer Leistungsbereitschaft gleichrangig sein. Die Mitarbeiter sind die Kunden der Manager.
Schulen, schulen und noch einmal schulen und vergleichen der Resultate sind dabei äußerst wichtig. So baut man Geistkapital in seinem Unternehmen auf – steuerfrei. Die Mitarbeiter schaffen dann mängelfreie Leistungen direkt. Sie machen die Schnittstellen zu ihren Vorgängern und Nachfolgern, in denen durch Leerlauf so viel Zeit verloren geht, zu Nahtstellen ohne Leerläufe.
Keiner produziert Pfusch, keiner gibt Pfusch weiter, keiner nimmt Pfusch an. Alle Pläne, Entscheidungen und Arbeitsmittel stehen rechtzeitig zur Verfügung. Der Arbeitsfluss wird nicht unterbrochen.

Der Durchsatz vom Rohprodukt zum Fertigprodukt wird dadurch sowie durch fortschreitende Arbeitsvereinfachung und Arbeitserleichterung schnell gemacht – nicht durch Druck oder Angstmache. Die Dauer des Kapitalrückflusses wird verkürzt.
Man nimmt bei den niedrigen Preisen leicht an, dass Gewinn nur durch höhere Preise entsteht. Aber wenn man alles Bemühen auf den Durchsatz fokussiert, erreicht man schon im ersten Jahr eine Verdoppelung des Gewinns bzw. schreibt man schwarze Zahlen. Also wagen wir den Quantensprung von der Kostenwelt in die Durchsatzwelt, wie uns Eliyahu Goldratt in seinem lesenswerten Buch „Die kritische Kette“ rät.

Fleiß und Zuverlässigkeit von allen Beteiligten auf allen Handlungsebenen sind selbstverständliche Voraussetzungen für den Erfolg. Die Mitarbeiter lernen, ihre Arbeitsabläufe wesentlich selbst zu planen und zu lenken. Selbst-Controlling in Leistungsteams vermeidet Zeitverschwendung. Sie sind bei der Aufstellung der Produktionspläne beteiligt und planen und steuern die Arbeitsprozesse Woche für Woche hin zu immer besserer Produktivität.
Sie erlernen und erfinden immer neue Verbesserungen, wenn man ihnen Unterstützung gibt und partnerschaftliche Freiheit lässt.
Dazu müssen sie voll informiert sein – auch über die Ziele und die Ergebnisse des Geschäfts.
Sie müssen ebenso wie die Führungskräfte die Kosten als eine hochvariable Größe begreifen.
Die Kalkulationsformel:
 
Kosten + Zuschlag = Preis
wird ersetzt durch
die Erfolgsformel:
Preis   -   Kosten   =   Erfolg

Dadurch wird der Marktpreis ohne Wenn und Aber akzeptiert.
Der gewollte zweistellige Erfolg wird vorgegeben, und darauf werden die Kosten eingestellt – durch das Vermeiden jeder Art von Zeitverschwendung und durch die ständige Verbesserung der Abläufe.
Schon 10 Prozent mehr Produktivität kann den Gewinn verdoppeln.
Um das zu erkennen, dürfen die Gemeinkosten des Geschäfts nicht den Lohnkosten zugerechnet werden. Sie gehören in den Deckungsbeitrag.

Den Zusammenhang können Sie dem Artikel „Der vertrackte Verrechnungssatz“ entnehmen, den Sie hier kostenfrei herunterladen können.