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Ein Interview aus der Allgemeinen Bauzeitung

Ein Fachbuch macht Furore

Entscheiden in komplexen Systemen

Wie dynamische Unternehmen die Wende schaffen

Messen, Regeln, Harmonisieren ...

Brief an einen Unternehmer

Aktuelles
Bauen mit Kopf - Mehr Produktivität am Bau
Die Bauunternehmung Dilling GmbH & Co. KG in Breidenbach bei Marburg hat mit Hilfe des KOPF-Systems den Umsatz pro Mitarbeiter von 1989 bis 2004 von 50.000 EUR auf 170.000 EUR vermehren können. Die Produktivität stieg in diesem Zeitraum um 150 Prozent. Der Gewinn ist zweistellig. Das alles erreicht das Untenehmen trotz der niedrigen Wettbewerbspreise mit deutschen Mitarbeitern, die durch Leistungsprämien überdurchschnittlich gut verdienen.

Die Schultheiss Wohnbau AG in Nürnberg wird 2005, ein Jahr nach der Einführung des KOPF-Systems, ihren Unternehmenserfolg von 2,2 Mio. EUR auf 6,7 Mio. EUR verdreifachen. Das weiß die Geschäftsleitung mit Hilfe der „kybernetischen Logik“ im Juni und kann Ziele, wie höhere Investitionen in Know how, High Tech und neue Geschäftsfelder rechtzeitig verwirklichen.

Sie können genaueres über diese Erfolge und die Erfolgsursachen, erläutert durch grafische Darstellungen, in dem Artikel „Bauunternehmen haben große Effizienzreserven“ nachlesen, den Sie hier kostenfrei herunterladen können.

Warum ist diese geistige Neuorientierung für die meisten so schwer?
Die Suche nach dem Begriff ‚Unternehmensreform’ bringt 13.000 Treffer im Internet. Fügt man den Begriff ‚Führungsverhalten’ hinzu, sind es nur noch 380. Allgemein ist die erforderliche Veränderung wohl bewusst, aber das Selbstverständnis steht offenbar der Erkenntnis im Wege, dass dazu das eigene Führungsverhalten reformiert werden muss.

Die traditionellen Unternehmen ebenso wie die Schulen und Rationalisierungsinstitutionen sind mit wenigen Ausnahmen seit 90 Jahren fest vom Taylorismus geprägt.
Frederick Winslow Taylor hat dieses Gedankengut der ‚Wissenschaftlichen Betriebsführung’ vor 90 Jahren in den USA eingeführt. Das wurde auch in Europa in den vergangenen Jahrzehnten noch vervollkommnet. Es geht um die vollständige Trennung von Kopf- und Handarbeit. Die Arbeitsvorbereitung geschieht im Büro. Die Ausführung spielt sich an den Produktionsstätten ab.
Geplant wird am Schreibtisch – weit weg von der Praxis. Diejenigen, die die Arbeit ausführen, bekommen dann Arbeitspläne, die durch die raschen unverhofften Änderungen im praktischen Geschehen schnell überholt sind. So wird endlos improvisiert, viel Zeit und Geld verschwendet und gegenseitig Schuld zugewiesen.
Diese Theorie, die früher einmal richtig gewesen sein mag, aber für unsere äußerst komplexen Arbeitsprozesse nicht mehr taugt, sitzt tief geprägt in unseren Köpfen fest. Sie lässt sich nicht so leicht löschen wie ein Computerprogramm. Aber wir müssen sie verlernen, weil sie Fremdbestimmung impliziert und wie eine innerbetriebliche zentrale Planwirtschaft wirkt. Sie führt im heutigen, äußerst komplexen Geschehen mit seinem hohen Grad an Unbestimmtheit ins Chaos.

Die taylorsche Lücke zwischen Büro und Werkstatt ist enorm defizitär. In ihr verpufft ein immenses Ideenpotenzial fähiger Mitarbeiter, die sich verplant fühlen, keine Eigeninitiative mehr entwickeln und mauern.

Wir brauchen eine neue Unternehmenskultur, in die sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neu einbringen können.
Nirgendwo sonst ist diese Unternehmenskultur mit Selbstorganisationsdynamik so verwirklicht wie im Toyota-Produktions-System TPS.
Eine Information dazu können Sie hier kostenfrei herunterladen.
Deutsche Autobauer, die diese Produktionsweise mehr oder weniger übernommen haben, wie Porsche, BMW oder AUDI, arbeiten deshalb im globalen Wettbewerb viel erfolgreicher als Opel oder VW.
Gerade jetzt verkündet die Volkswagen AG, was passiert, wenn man die tayloristischen Schwächen nicht konsequent und nachhaltig abstellt: 14.000 Arbeitsplätze gehen verloren.
Toyota musste selbst in der Asienkrise niemanden entlassen.
Mehr Produktivität durch mehr Humanität ist die Devise, der wir folgen sollten!